04.09.2015

Neuer Jahresbericht der Stiftung widmet sich der Inklusion

In der neunten Klasse der Konzenbergschule Wurmlingen lernen Schüler ohne Behinderung gemeinsam mit Schülern des Förderzentrums Hören und Sprechen Heiligenbronn.

Die Kooperationsklassen des Förderzentrums Hören und Sprechen Heiligenbronn wie hier die integrative neunte Klasse an der Konzenbergschule Wurmlingen sind ein Beispiel für gelebte Inklusion, das neben vielen anderen im Jahresbericht der stiftung st. franziskus heiligenbronn vorgestellt wird. Foto: stiftung st. franziskus heiligenbronn

Schramberg-Heiligenbronn.

Die stiftung st. franziskus heiligenbronn hat in ihrem neu vorgelegten Jahresbericht mit dem Geschäftsberichts zum Jahr 2014 sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Inklusion in ihren Aufgabenfeldern der Altenhilfe, Behindertenhilfe und Jugendhilfe auseinandergesetzt.

Die gemeinnützige Stiftung mit Einrichtungen in der ganzen Region erzielte im Jahr 2014 einen Jahresumsatz von 78 Millionen Euro. Die Personalausgaben beliefen sich auf 55 Millionen Euro für insgesamt 2089 Mitarbeiter am Jahresende. Sie unterstützten und begleiteten mehr als 5500 junge, erwachsene und alte Menschen in den Aufgabenfeldern mit eigenen Einrichtungen, ambulanten und Beratungsangeboten.

Die Inklusion ist in aller Munde, doch was sie in der Praxis bedeuten kann, zeigen die Artikel des 36-seitigen Jahresberichts zum Schwerpunktthema Inklusion auf. Als wissenschaftlicher Fachbeitrag hat dazu Dr. Paul-Stefan Roß, Experte für Soziale Arbeit an der Dualen Hochschule Stuttgart, der auch im Heiligenbronner Stiftungsrat engagiert ist, einen "Zwischenruf" zur Inklusion "zwischen Wunsch und Wirklichkeit" verfasst. Er warnt davor, dass ein neuer Begriff noch keine echte Teilhabe schafft und mehr über Visionen und Ziele gestritten werden sollte. Die Würde jedes Menschen müsse der Ausgangspunkt sein und Auseinandersetzungen gehörten zu diesem langfristigen Prozess dazu. Sein Fazit lautet: "Zu Euphorie haben wir keinen Anlass, aber zu Resignation kein Recht! Dafür zum Weitermachen allen Grund."

In den Beiträgen aus der Stiftung werden viele praktische Aspekte aus der Arbeit der Behindertenhilfeeinrichtungen, Altenzentren und des Kinder- und Familienzentrums Villingen-Schwenningen vorgestellt. Dazu gehören zum Beispiel die inklusiven Kooperationsklassen des Förderzentrums Hören und Sprechen, das bürgerschaftliche Engagement mit Ehrenamtlichen und Fördervereinen in den Altenzentren der Stiftung oder in der Jugendhilfe die präventiven Angebote an Schulen oder in der Familienhilfe. Die Stiftung als kirchliche Einrichtung macht sich auch Gedanken zur Vernetzung in die Kirchengemeinden.

Weitere Artikel beleuchten die Entwicklung der Stiftung und des Bulgarisch-Deutschen Sozialwerks sowie die Positionierung der Stiftung im ländlichen Raum. Der Jahresbericht kann von der Internetseite www.stiftung-st-franziskus.de/jahresbericht heruntergeladen werden oder über das Referat Kommunikation kostenlos bestellt werden (kommunikation@stiftung-st-franziskus.de).